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Die Asbesthöhlen

Der Rechnitzer Kaufmann Karl Marx begann schon 1902 mit dem Abbau einer Asbestlagerstätte im Nußgraben. In den ersten Jahren mussten die Bohrlöcher für die Sprengung oder die Steinzerkleinerung händisch durchgeführt werden, bevor ein erster Dieselmotor angeschafft wurde, sodass Pressluftbohrer und Presslufthammer eingesetzt werden konnten.
Im Jahr 1916 verkaufte Marx an die Firma Bernfeld und Rosenberg, die umgehend mit dem Bau einer modernen Fabrik in der Herrengasse mit Haupt - und Nebengebäuden sowie mit Wohnungen für Angestellte begann.
1923 wurde das Unternehmen in eine Aktiengesellschaft mit dem Namen Amiant A.G. umgewandelt. Der reine kurzfaserige Asbest fand Anwendung in der Bau-, Eisen-, Metall- und Gummiindustrie und wurde zur Gänze exportiert. In der Hochzeit des Werks fanden hier bis zu 80 Menschen Arbeit.
1945 brannte das Fabrikgebäude ab. Die russische USIA übernahm nach dem Krieg das Werk, aktivierte es allerdings nicht mehr.
Erst 1960 wurde die Produktion von Mikroasbest von Alois Adelmann wieder aufgenommen, aber schon 1964 wieder eingestellt. 

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