Ilka Puszta
Auf dem „Kahles Greit“-Areal standen eine Meierei, eine Wohnung für Hirten und Waldaufseher sowie ein Schafstall. Der Schlossbesitzer Julius von Szajbely benannte das Areal nach einer seiner zwei Töchter „Ilka (Helene)-Puszta“. Sie sollte dort ihren Sommersitz haben. Daher ließ Szajbely große Flächen roden, um Weideland zu gewinnen und dort ein Zentrum für Schaf- und Rinderzucht zu errichten. Unter ihm wurde auch das „Simmentaler-Rind“ nach Rechnitz gebracht. Für die Unterbringung der Schafe im Winter baute er den Kreuzstadel.
Der fortschrittliche Landwirt setzte auf seinen Gütern statt Ochsen bereits Dampfmaschinen ein, die er aus England importierte. Unter ihm entwickelte sich der Viehmarkt im Ungermarkt zum größten im Komitat Vas.
Er errichtete auch zwei Bassins mit Brunnen, die von einer Wasserleitung gespeist wurden.
Szajbely war auch Abgeordneter im Günser und Oberwarter Bezirk.
Nach Verkauf des Schlosses 1906 übersiedelte Szajbely nach Budapest, wo er 1932 starb. Er wurde nach Güns überführt und ist dort in der Familiengruft begraben.
Sein Wappen zeigt eine geschiente Hand mit gezogenem Türkensäbel.
Die Ilka Puszta wurde 1945 demoliert.
